Entwicklung eines Wattmobils

Das Entwicklungsprojekt wurde durch die Arbeitsgruppe Innovative Projekte beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen (AGIP), die Niedersächsische Wattenmeer-Stiftung, die Arbeitsgruppe Technische Interaktionshilfen für Menschen mit Special Needs (TIMeS), den Förderverein Medizintechnik, Umwelttechnik, Feinwerktechnik und der Jade Hochschule (damals Fachhochschule 0ldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven) unterstützt.

Motivation

Der Anstoss zur Entwicklung eines Fortbewegungsmittels für den Wattbereich wurde massgeblich durch einen Wattführer gegeben, der ein im Rollstuhl sitzendes Mädchen zu einer Wattwanderung der Schulklasse mitnahm. Das Mädchen wurde in einer umgebauten Fischkiste durch das Watt gezogen. Allerdings war der hierzu erforderliche Kraftaufwand sehr hoch, so dass eine Alternative gesucht wurde.

Durch die Entwicklung eines Transportmittels - dem "Wattmobil" - soll Menschen mit Bewegungseinschränkungen die Möglichkeiit gegeben werden, aktiv die Besonderheiten der Gezeitenlandschaft zu erfahren. Bislang blieb solchen Personen der Zugang zum Wattenmeer verwehrt, da es keine allgemein tauglichen Beförderungsmittel für die stark unterschiedlichen Anfordertungen der einzelnen Wattbereiche gibt.
Der Hauptschwerpunkt dieses Entwicklungsprojektes bestand in der optimierten Gestaltung eines technischen Hilfsmittels, das insbesondere die sehr unterschiedlichen Gegebenheiten der Wattbodenverhältnisse in den küstennahen Wattbereichen berücksichtigt. Es soll einer mobilitätseingeschränkten Person ermöglicht werden sich im Wattbereich bewegen zu können und dabei möglichst nur von einer Betreuungsperson begleitet werden. Ausserdem müssen mit einem solchen Beförderungsmittel die Deichanlagen, Zuwegungen sowie der vorgelagerte Strandbereich bewältigt werden.

Das Wattmobil wurde serienreif entwickelt und erprobt. Es wird heute durch die GPS Wilhelmshaven produziert und vermarktet.
http://gemeinsam-unterstuetzen.de/produkte_dienste/eigenprodukte/das-wattmobil/

AnhangGröße
schlussbericht_wattmobil_final_public.pdf373.63 KB